Unsere nächste Strecke war wieder eine kurze, denn die Rastmöglichkeit auf diesem Weg ist nicht sehr gleichmäßig verteilt. Wir waren unterwegs vom Fudai Bahnhof zum Tanohata Bahnhof mit Zwischenstop im Kurosakisou-Hotel.

Auf dieser Strecke ist der Weg definitiv weniger gut ausgebaut als bei unserem ersten Trip und wir mussten einen Teil des Weges über eine Autostraße ohne Bürgersteig laufen, was wir erstmal nicht so gut fanden.



Aber es waren nicht viele Autos unterwegs und als wir an den “offenen” Tunneln ankamen, war unsere leichte Unmut sofort verflogen. Den ersten Tunnel mussten wir noch neben den Autos laufen, aber alle Tunnel danach, waren auf der Meerseite nicht vollständig geschlossen, sondern hatten ein offnes Säulenkonzept. als Fußgänger konnte man einfach durch die Säulen hindurch auf den danebenliegenden Weg gehen und hatte eine wunderschöne Sicht auf den Ozean.


Der Weg zu unserem Hotel war relativ einfach zu laufen, mit wenig Anstiegen und vielen schönen Aussichten.

Im Hotel angekommen wurden wir an der Rezeption wegen des Essens gefragt und wir erwähnten, dass wir vegetarisch leben und man sagte uns, dass das jetzt blöd wäre und wir das hätten früher anmelden sollen, obwohl wir es direkt in unsere Reservierung vor 2 Monaten geschrieben hatten (auf Englisch und Japansich!) und das sogar auf dem Zettel, den der Rezeptionist ausgedruckt vorliegen hatte, sehen konnten. Nach diesem Dämpfer einigten wir uns darauf, dass wir halt einfach irgendwas bekommen würden, aber da das Hotel relativ teuer war, waren wir schon etwas genervt. Wenn sie einfach gesagt hätten “Ne, vegetarisch geht halt nicht”, wäre das die eine Sache gewesen aber zu sagen “Ah, das hätten sie früher anmelden müssen”, fanden wir schon dreist. Das Essen, das wir dann tatsächlich gekriegt haben, war aber gut (und sogar größtenteils vegetarisch, nur die Suppe hatte ein bisschen Kamaboko (verarbeiteter Fisch) drin) und wir sind satt geworden, was erstmal die Hauptsache war.

Vor dem Essen sind wir in den Onsen gegangen, der ein absolutes Highlight ist – mit unverstelltem Blick auf das Meer und einem kleinen weißen Leuchtturm. Wir waren froh, dass wir so früh angekommen sind, sodass wir auch noch etwas sehen konnten, denn die Sonne geht bereits um 17 Uhr unter und dann ist das Meer gleich viel weniger interessant anzuschauen.
Der Rezeptionist hat uns auch gefragt, wann wir frühstücken wollten und wir haben ihm erklärt, dass wir am nächsten Tag von hier zum Tanohata Bahnhof über den Michinoku-Trail laufen wollten und wie lang das erfahrungsgemäß dauern würde. Wir haben natürlich auf Japanisch gefragt und ausdrücklich “Tanohata Eki” (also Bahnhof) gesagt. Und er meinte, dass dauere zwischen 4 und 6 Stunden. In unserem Plan war viel mehr Zeit dafür angesetzt und wir entschieden spontan, anderthalb Stunden später loszugehen, wenn die Strecke nur so kurz zu sein scheint…

























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