Noboribetsu

Am Folgetag (30.09.) haben wir das Auto in der nächsten größeren Stadt (Tomakomai) wieder abgegeben. Jörg war sehr erleichtert, dass nichts passiert ist und wir wieder auf den Zug umsteigen konnten, um nach Noboribetsu zu kommen.

Diese Stadt ist berühmt für ihre heißen Quellen und zwar nicht ohne Grund! In Jigokudani (“Hell Valley”) blubbert, brodelt und dampft es aus allen Ritzen. An den weniger angenehmen Schwefelgeruch gewöhnt man sich recht schnell und man fühlt sich ein bisschen wie auf einen anderen Planeten versetzt.

Tessenike (Eisenteich) – ein Geysir, der gelegentlich noch sprüht, aber als wir da waren nicht. Außerdem ist der Name unklar, das Wasser sieht nicht aus, als wäre Eisen enthalten und es gab keine weitere Erklärung dazu.

Der größte Vulkansee ist hier 22 Meter tief und hat am Boden eine Temperatur von 130° C und an der Oberfläche immer noch 50° C.

Man beachte die komplett unterschiedliche Farbe der drei Becken, eines milchig hellblau, eines hat etwa normale Wasserfarbe und eines sieht aus wie flüssiger Teer.
Der 377 Meter hohe aktive Vulkan Hiyori zeigt angeblich mit seinem aufsteigenden Rauch das kommende Wetter an – viel Rauch = das Wetter wird schlecht.
Dieser Fluss ist warm!

Ganz kostenfrei kann man sogar an einem Fluss im Wald ein warmes Fußbad nehmen – das Wasser fühlt sich hier sehr weich an und der Blick in die Bäume ist unglaublich entspannend. Nachdem wir schon länger zu Fuß unterwegs waren, war unser Fußbad nochmal extra effektiv : )

Viele japanische Mauern sind wunderschön mit Moos überwachsen.
Auf dem Hinweg haben wir diesen Geysir gar nicht bemerkt, aber auf dem Rückweg war er in einer besonders aktiven Phase, die man schon von Weitem hören konnte.

Wegen des Hell Valleys steht in Noboribetsu alles voll mit Oni(Teufel)-Figuren. Typischerweise kommen die Oni in einem Pärchen – ein roter (aka) und ein blauer (ao) Oni, sie sind die Maskottchen der Stadt. Die Herberge in der wir übernacht haben hieß auch Noboribetsu Guesthouse Aka & Ao. Die Oni hier erschienen uns zum Glück freundlich gesinnt und so haben wir auch gerne Fotos von und mit ihnen gemacht!

Die Straßenlaternen sind hier an Baumstämmen aufgehängt.
schon ein bisschen Herbstlaub

Kommentare

3 Kommentare zu „Noboribetsu“

  1. Avatar von Heike Lehr
    Heike Lehr

    hey, wieder sehr interessante Informationen und richtig schöne Bilder / Filme dazu.

    Weiter so! 🙂

  2. Die Schwefel-Landschaften sind wunderschön!
    Und das warme Fußbad im Wald war sicherlich eine Wohltat 😌

  3. Avatar von Münnich Gabi
    Münnich Gabi

    Wieder wunderschöne Bilder und tolle Berichte von euch

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