Hakodate

Am 01.10. waren wir zuerst im nördlich von Hakodate gelegenen Onumakoen – ein Quasi-Nationalpark, in dem man einen Insel-Weg mit mehreren kleinen Brücken entlangspazieren kann. Der Park ist perfekt mit der Bahn zu erreichen und definitv eine Empfehlung, selbst wenn man nur einen Kurztrip nach Hakodate plant!

Auf der gesamten Seefläche verteilen sich kleinere und größere Inselchen. Nicht alle sind mit Brücken verbunden, manche können nur von außen (gerne auch näher von einem Schwanentretboot aus) betrachtet werden.
“Wenn wir dieses Bild so hochladen, wie es in echt ausgesehen hat, glaubt es uns keiner” – aber es war wirklich so extrem grün.
Der ganze See war auch grün, irgendeine Alge hat einen wunderhübschen Marmoreffekt erzeugt (eines der wenigen Gewässer in Japan, die nicht perfekt klar waren)
der sternförmige Grundriss

Anschließend haben wir uns in der Stadt den Goryokaku Park angeschaut. Es handelt sich um den ehemaligen Magistratssitz und das ohnehin beeindruckende Hauptgebäude steht zwischen vielen superalten Kiefern, die dem ganzen zusätzliche Gravitas verleihen. Der Grundriss der Festung, die den gesamten Park beinhaltet hat die Form eines fünfzackigen Sterns, was ihr den Namen verleiht: Goryokaku bedeutet nämlich Fünf-Ecken-Fort.

uralter Blauregen (wären wir im Mai gekommen, wäre sicherlich alles lila gewesen)

Man hätte auch noch das Magistratgebäude von Innen betrachten können, aber wir wollten ja schon bald mit dem Shinkansen nach Honshu (die japanische Hauptinsel) fahren und haben uns lieber frühzeitig auf den Weg zurück zum Bahnhof gemacht. Die Fahrt ist wie erwartet reibungslos verlaufen und wir sind pünktlich in Hachinohe, der ersten Station des Michinoko Coastal Trails angekommen.

Japanische Städte glänzen oft mit breiten Überflutungsgebieten neben ihren Gewässern – wenn man Glück hat, sind sie auch noch schön überwachsen.

Ein bisschen aufregend war es dennoch: Leider haben wir an der Station festgestellt, dass wir (Jörg) den Ordner mit all unserer Reiseplanung, inklusive der Führerscheinübersetzung, beim Kauf der Tickets in Hokkaido am Schalter vergessen hatten. Glücklicherweise konnten wir mit gebrochenem Japanisch dank der hilfsbereiten Angestellten des Zugbetreibers JR organisieren, dass der Ordner an eine zukünftige Bleibe geschickt wurde.

Es gibt hier keine Dämmerung. Es ist Tag bis 16:55, danach ist Nacht. Der Sonnenuntergang legt sich dafür besonders ins Zeug.

Kommentare

3 Kommentare zu „Hakodate“

  1. Avatar von Heike Lehr
    Heike Lehr

    Welch wunderschöne Bilder – so stellt man sich Japan von seiner malerischsten Seite vor!
    Das habt ihr echt prima aufgenommen um uns teilhaben zu lassen.

    Gruß

    Heike

  2. Hallo. Alle Informationen sind aufschlussreich und interrasant und alle Bilder sind einfach magisch und traumhaft. Viel Spaß. Herzliche Grüße. Esin

  3. Die Insel-Landschaften mitsamt Brücken sind ausgesprochen schön anzusehen und das grün marmorierte Wasser lädt ebenfalls zu kontemplativer Betrachtung ein.

    Ich hoffe, der verlorene Ordner hat seinen Weg zu euch zurückgefunden ; )

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